Ein wunderbares Wochenende
liegt hinter mir. Wir sind zu 6 nach
AdaFoah gefahren. Das kleine Örtchen liegt direkt an der Voltamündung. Die
Fahrt dorthin war erst einmal sehr anstrengend, wie immer hier :-D.. Da unser
TroTro ein Loch im Boden hatte, musste ein Holzbrett drüber geschoben werden.
Das half allerdings nicht so wirklich, die ganze Fahrt stank es nach Benzin.
Wir waren etwa 4 Stunden unterwegs. Dort angekommen war es aber wunderschön und
vor allem ruhig! J Unsere Lodge war richtig richtig idyllisch mit Schaukeln, Hängematten
und ganz vielen Blumen. Trotzdem war alles ganz einfach ausgestattet. Im Zimmer
war quasi nur ein Hochbett aus Bambus und ein kleiner Schrank. Und es gab
Plumpsklos, auch eine Erfahrung… Mittags haben wir mit dem Besitzer eine
Bootstour über den Voltasee zur Mündung gemacht. Das war ja so was von schön!
Wir hatten ein klein wenig Angst vor Bilharziose (also diesen Hakenwürmern),
die es angeblich im Voltasee geben soll. Aber wir mussten im Prinzip nur kurz
mit dem Fuß ins Wasser um ins Boot zu kommen (und uns geht’s prima), außerdem
heißt es angeblich, das Problem sei dort aus dem Weg geschafft. Wir sind dann
zu einer Landzunge gefahren, die quasi den Volta vom Atlantik getrennt hat.
Dort haben wir dann 3 Stunden in der Sonne verbracht. Wie überall gabs dort mal
wieder ein riesen Müllentsorgungsproblem, aber wir haben noch ein Fleckchen
ohne Plastiktüten gefunden :-D..Nach einem sehr sehr leckeren Essen (Jollof
Rice with Fried Chicken) wurden wir um halb 9 von zwei netten Herren der Ghana Wildlife Division abgeholt und
sind mit denen hinten auf der Ladefläche an den Strand gefahren um
Meeresschildkröten bei der Eierablage zu beobachten. Mit Rotlichttaschenlampen
sind wir dann losgezogen und haben einen 10km Fußmarsch durch den Sand gemacht.
Ganze drei tote Schildkröten haben wir gesehen. Die Bilder zeig ich lieber
nicht, die sind wirklich beängstigend. Dafür hatten wir einen richtig schönen
Sternenhimmel und sind totmüde ins Bett gefallen. Wir sind schon einen Tag
früher als geplant zurück gefahren, weil es nicht mehr viel zu sehen gab. Dafür
haben wir auf dem Rückweg noch einen Abstecher nach Prampram gemacht. Hätten
nicht gedacht noch einmal dort zu landen, - aber wir wollten dem angeblich
„wunderschönen Örtchen zum Verweilen“ noch eine Chance geben. Auf dem Weg
dorthin hatten wir eine Trotropanne. Wir sind gerade einen Berg hochgefahren,
da ging der Motor aus. Runter rollen konnten wir noch und beim nächsten Berg
sind wir dann auf halber Strecke stehen geblieben. An seiner Stelle hätte ich
zwischen diesen beiden Bergen angehalten, denn da gabs sowohl eine Tankstelle
als auch eine Werkstatt. Aber nein. Der
Fahrer hatte natürlich auch keinen Schimmer, was zu tun ist. Als er
ausgestiegen ist sind wir ganz langsam rückwärts auf die Straße gerollt und
haben es schon knallen hören. Thaisa war so lieb und hat dann mal die
Handbremse betätigt. Wir sind dann den Rest zu Fuß gegangen und haben dem
Fahrer insgesamt 2 Cedi weniger gegeben. Dazu muss man sagen: wir waren die
ersten im TroTro und er wollte anfangs von jedem 9 Cedi haben. Da haben wir ihn
ausgelacht (für 9 Cedi wären wir weiter als nach Accra gekommen), und bei 2
Cedi hat er gleich eingewilligt (So läuft das immer: handeln, handeln,
handeln)..Jedenfalls mussten die Einheimischen die Hälfte zahlen, und da haben
wir uns gedacht, er bekommt jetzt eben weniger. Erst war er sauer, weil wir ja
etwas anderes ausgemacht hatten, aber als wir meinten, die Einheimischen hätten
nur einen Cedi zahlen müssen und wir seien ja nicht einmal am Ziel, hat er nur
gegrinst. Jaja, immer diese Obruni-Preise.. So, jetzt zu PramPram: es war ein
sehr netter Abstecher. Wir haben eine Stunde am Strand verbracht, bis wir uns
wie im Zoo gefühlt haben, weil plötzlich 30 Kinder um uns herum standen,
gekichert haben und versucht haben uns anzufassen. Da haben wir dann das Weite
gesucht.
Stuermische Nackideibegruessung von Christopher
So sieht jetzt der Klassenraum aus, den wir gebaut haben
Fruehstueckausteilen
Bente gefaellt das Plumpsklo in unserer Lodge
zweiter Anlauf: Prampram
Thaisa und Felina auf dem Weg zu den Schildkroeten
Unsere Lodge
Mit Wiebke auf der Bootstour
auf dem Volta
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