Sonntag, 14. Oktober 2012

Ein wunderbares Wochenende liegt hinter mir. Wir sind  zu 6 nach AdaFoah gefahren. Das kleine Örtchen liegt direkt an der Voltamündung. Die Fahrt dorthin war erst einmal sehr anstrengend, wie immer hier :-D.. Da unser TroTro ein Loch im Boden hatte, musste ein Holzbrett drüber geschoben werden. Das half allerdings nicht so wirklich, die ganze Fahrt stank es nach Benzin. Wir waren etwa 4 Stunden unterwegs. Dort angekommen war es aber wunderschön und vor allem ruhig! J Unsere Lodge war richtig richtig idyllisch mit Schaukeln, Hängematten und ganz vielen Blumen. Trotzdem war alles ganz einfach ausgestattet. Im Zimmer war quasi nur ein Hochbett aus Bambus und ein kleiner Schrank. Und es gab Plumpsklos, auch eine Erfahrung… Mittags haben wir mit dem Besitzer eine Bootstour über den Voltasee zur Mündung gemacht. Das war ja so was von schön! Wir hatten ein klein wenig Angst vor Bilharziose (also diesen Hakenwürmern), die es angeblich im Voltasee geben soll. Aber wir mussten im Prinzip nur kurz mit dem Fuß ins Wasser um ins Boot zu kommen (und uns geht’s prima), außerdem heißt es angeblich, das Problem sei dort aus dem Weg geschafft. Wir sind dann zu einer Landzunge gefahren, die quasi den Volta vom Atlantik getrennt hat. Dort haben wir dann 3 Stunden in der Sonne verbracht. Wie überall gabs dort mal wieder ein riesen Müllentsorgungsproblem, aber wir haben noch ein Fleckchen ohne Plastiktüten gefunden :-D..Nach einem sehr sehr leckeren Essen (Jollof Rice with Fried Chicken) wurden wir um halb 9 von zwei netten Herren der Ghana Wildlife Division abgeholt und sind mit denen hinten auf der Ladefläche an den Strand gefahren um Meeresschildkröten bei der Eierablage zu beobachten. Mit Rotlichttaschenlampen sind wir dann losgezogen und haben einen 10km Fußmarsch durch den Sand gemacht. Ganze drei tote Schildkröten haben wir gesehen. Die Bilder zeig ich lieber nicht, die sind wirklich beängstigend. Dafür hatten wir einen richtig schönen Sternenhimmel und sind totmüde ins Bett gefallen. Wir sind schon einen Tag früher als geplant zurück gefahren, weil es nicht mehr viel zu sehen gab. Dafür haben wir auf dem Rückweg noch einen Abstecher nach Prampram gemacht. Hätten nicht gedacht noch einmal dort zu landen, - aber wir wollten dem angeblich „wunderschönen Örtchen zum Verweilen“ noch eine Chance geben. Auf dem Weg dorthin hatten wir eine Trotropanne. Wir sind gerade einen Berg hochgefahren, da ging der Motor aus. Runter rollen konnten wir noch und beim nächsten Berg sind wir dann auf halber Strecke stehen geblieben. An seiner Stelle hätte ich zwischen diesen beiden Bergen angehalten, denn da gabs sowohl eine Tankstelle als auch eine Werkstatt. Aber nein.  Der Fahrer hatte natürlich auch keinen Schimmer, was zu tun ist. Als er ausgestiegen ist sind wir ganz langsam rückwärts auf die Straße gerollt und haben es schon knallen hören. Thaisa war so lieb und hat dann mal die Handbremse betätigt. Wir sind dann den Rest zu Fuß gegangen und haben dem Fahrer insgesamt 2 Cedi weniger gegeben. Dazu muss man sagen: wir waren die ersten im TroTro und er wollte anfangs von jedem 9 Cedi haben. Da haben wir ihn ausgelacht (für 9 Cedi wären wir weiter als nach Accra gekommen), und bei 2 Cedi hat er gleich eingewilligt (So läuft das immer: handeln, handeln, handeln)..Jedenfalls mussten die Einheimischen die Hälfte zahlen, und da haben wir uns gedacht, er bekommt jetzt eben weniger. Erst war er sauer, weil wir ja etwas anderes ausgemacht hatten, aber als wir meinten, die Einheimischen hätten nur einen Cedi zahlen müssen und wir seien ja nicht einmal am Ziel, hat er nur gegrinst. Jaja, immer diese Obruni-Preise.. So, jetzt zu PramPram: es war ein sehr netter Abstecher. Wir haben eine Stunde am Strand verbracht, bis wir uns wie im Zoo gefühlt haben, weil plötzlich 30 Kinder um uns herum standen, gekichert haben und versucht haben uns anzufassen. Da haben wir dann das Weite gesucht.
 Stuermische Nackideibegruessung von Christopher
 So sieht jetzt der Klassenraum aus, den wir gebaut haben
 Fruehstueckausteilen
 Bente gefaellt das Plumpsklo in unserer Lodge
 zweiter Anlauf: Prampram
 Thaisa und Felina auf dem Weg zu den Schildkroeten
 Unsere Lodge
 Mit Wiebke auf der Bootstour
 auf dem Volta

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